Thema:

FDP in der Presse

 

Übersicht über Berichte und Pressemitteilungen der FDP Friedrichsdorf

Artikel in der Taunuszeitung zur Öffnung des Freibads

Trauer um Manfred Edelmann

Pressemitteilungen zum Tod unseres langjährigen, engagierten Mitglieds Manfred Edelmann

Tägliche Achterbahnfahrt mit positiven Effekten

Quelle: Taunus Zeitung vom 18.05.2020, Seite 11

FRIEDRICHSDORF Video-Chat der FDP mit Eltern - Viele fühlen sich allein gelassen und sehnen Ende des Lockdowns herbei
"Es ist beeindruckend, wie die Familien die neuen Herausforderungen meistern", fasst Ruth Hübner-Gerling, FDP Fraktions-Vize und von Beruf Psychologin, am Ende zusammen, was sie von den Eltern im FDP-Video-Chat über deren neuen Alltag gehört hat. Im System Familie werden offenbar vielerlei Wege gefunden und ausprobiert, mit der neuen Situation umzugehen. Eine weitere Erkenntnis: Manche Begleitumstände des Zu-Hause-Bleibens werden durchaus positiv empfunden. Das tägliche Leben gleicht zwar oft einer Achterbahnfahrt, bestätigen viele Teilnehmer. Jedoch lässt die Nähe Familien zusammenwachsen, Geschwister streiten nicht mehr so viel.

"Innerhalb der Familiensysteme sind heilsame Strukturen erworben worden. Die Stressfaktoren kommen von außen - vom System Schule, Lernen und Kinderbetreuung, Pädagogik - und schaffen eigentlich unlösbare Konflikte", so Hübner-Gerlings ernüchterndes Fazit. Nach ihren Gesprächen mit Unternehmen und Vereinen hatte die Friedrichsdorfer FDP dieses Mal Eltern eingeladen, in einem Video-Chat ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Lockdown auszutauschen.

Eingewählt haben sich überwiegend berufstätige Mütter und Väter von Kindern jeden Alters. Im Alltag bemühten sich alle um Struktur und Gemeinsamkeiten und schaffen das irgendwie, zugleich aber fühlen sie sich extrem belastet und allein gelassen.

Kinder vermissen Betreuung durch Kitas

Von zunehmender Wut spricht eine Mutter, die neben ihrem Vollzeitberuf einem Kita-, einem Grundschulkind und einem Kind auf einer weiterführenden Schule das Bildungssystem ersetzen muss. "Wenn anfangs alles etwas unorganisiert war, habe ich das gut verstanden. So langsam müssten sich Kitas und Schulen aber so organisiert haben, dass sie uns Eltern eine echte Hilfe sind." Wie sich im Chat herausstellt, ist diese Unterstützung extrem unterschiedlich.

So manches Kita-Kind vermisst nicht nur seine Freunde schmerzlich, sondern vor allem auch seine Erzieherinnen, von denen es seit Wochen keinen Gruß bekommen habe. "Anleitungen für kleine Basteleien und Lernspiele wären schön", klagt ein Vater, während ein anderer gern mehr digitale Kommunikation hätte. Er hat von Erzieherinnen in anderen Einrichtungen gehört, die ihren Schützlingen mindestens einmal pro Woche ein kleines Video mit einem Spiel oder Lied und einem ganz persönlichen Gruß schicken.

Wenn die Eltern sich sehnlichst wünschen, dass die Kitas verstärkt öffnen, dann nicht nur, weil es ihnen um persönliche Entlastung geht. "Ich freue mich einfach darauf, dass mein Sohn seine Freunde wiedersieht, spielerisch unter Anleitung der Erzieherinnen etwas lernt, mit anderen toben kann", ist zu hören.

Die Schulkinder entwickeln sich unterdessen teils zu Video-Konferenz-Profis, teils zu Papierberg-Verarbeitern, und teilweise müssten sie plötzlich völlig selbstständig arbeiten können. Nicht nur die Schulen sind unterschiedlich, sondern innerhalb der Schulen auch jeder einzelne Lehrer. Vorgaben der Schulleitungen scheint es nicht zu geben: "Jeder macht es wie er will", erzählt eine gefrustete Mutter.

So kommt es, dass "ein Lehrer seit Wochen komplett abgetaucht ist, während die Klassenlehrerin zweimal pro Woche mit jedem Kind telefoniert", berichtet eine Mutter. Ein Grundschullehrer verschickt jeden Morgen kleine Videos für seine Schulkinder, manche Lehrerin liefert jede Menge Aufgabenblätter für die ganze Woche, andere geben nur den Hinweis auf ein Buch, das durchzuarbeiten ist. Gerade die Grundschüler bräuchten aber intensive Anleitung beim Lernen. "Video-Fernunterricht findet leider nur äußerst selten statt", wundert sich eine Mutter

Zu viele Hausaufgaben

Über reichlich Nachholbedarf beim digitalen Unterricht klagen auch Eltern, deren Kinder auf weiterführende Schulen gehen. An manchen hat jedes Kind eine Schul-E-Mail-Adresse, an anderen Schulen haben das nicht einmal die Lehrer. Schul-Clouds gibt es nur vereinzelt, die hessische Lernplattform Lanis nutzen nicht alle Schulen und erst recht nicht alle Lehrer. Außerdem seien die Systeme oft überlastet, weswegen manche Schüler ganz früh aufstehen, um sicheren Zugang zum Lernpensum zu haben, während die Längerschläfer erst nachmittags starten können. "Video-Unterricht ruckelt und klappt so oft nicht, dass meine Jungs die Lust daran komplett verloren haben", berichtet ein Vater.

Einig sind sich die meisten Eltern, dass ihre Kinder zu viele Hausaufgaben bekommen. "Die müssen sich schon morgens meistens allein oder mit Nebenbei-Anleitung von uns, die wir nebenher Homeoffice machen, den Lernstoff erarbeiten. Und dann sollen sie nachmittags noch einmal jede Menge Hausaufgaben machen. Das ist einfach viel zu viel", sagt ein Vater. Die Vorgaben der Lehrer, bis wann und in welcher Form die Hausaufgaben einzureichen seien, seien zwar sehr unterschiedlich. Ziemlich einheitlich sei aber, dass kaum ein Schüler Rückmeldung auf seine Hausaufgaben erhalte.

"Funktionierende Familien haben sich gut in der gegenwärtigen Situation eingerichtet, manches ist sogar ausgesprochen positiv", lautet schließlich ein weiteres Fazit der Aussprache. Aber Eltern, die in der Regel keine pädagogischen Kenntnisse haben, können das Bildungssystem auf Dauer nicht ersetzen.

"Die Bestandsaufnahme in puncto Digitalisierung und Zukunftsfähigkeit unseres Bildungssystems erfolgt jetzt in dieser Ausnahmesituation.", sagt FDP-Fraktionschefin Evelyn Haindl-Mehlhorn. "Jetzt wissen wir, wo mehr Fortbildung nötig ist, wo Material fehlt, wo wir Hardware brauchen. Nach der Krise müssen wir die Erkenntnisse, die wir jetzt auf die harte Tour gewinnen, schnell und nachhaltig in konkrete Maßnahmen ummünzen."ks

 

Artikel zum Friedrichsdorfer Sportpark
Artikel zur Jahreshauptversammlung mit Wahl eines neuen Vorstands:
Artikel in der Taunusszeitung zur FDP-Initiative Essbare Stadt:
Pressebericht zum Politischen Aschermittwoch 2020
Pressebericht zur FDP-Rocknight
Pressebericht zur Essbaren Stadt und dem sozialen Miteinander
Presseartikel zu Mit den Liberalen einen Kaffee trinken
Artikel zu FDP diskutiert über Frauen in der Politik
Pressebericht der Taunuszeitung zur Mitgliederversammlumg am 21.3.2019 (u.a. Neubesetzung des Vorstands).
Artikel in der Taunuszeitung zur Ehrung von Dr. Dieter Hondelmann anlässlich seines 85. Geburtstags vom 21.1.2019
Pressemitteilung zur Wahl des neuen Vorstands (siehe auch den Bericht in der Taunuszeitung vom 28.5.2018)
Bericht der Taunus Zeitung über die Jugendfeuerwehr und die Spende der Weihnachtsmarkterlöse 2017 der FDP-Mitglieder
Pressemitteilung zur Kandidatur von Holger Grupe bei der Landratswahl 2018
Pressemittelung zur Ablehnung des Haushalts 2018 - siehe auch den Bericht der Taunuszeitung vom 28. November 2017
Pressemitteilung zur Veranstaltung mir Frau Beer zur Bildung - mit Kinderbetreuung
Pressemitteilung zur Spende an die Hausaufgabenhilfe der Erlöse vom Weihnachtsmarkt 2016
Pressemitteilung zum politischen Aschermittwoch der FDP Friedrichsdorf
Pressemitteilung zur Weihnachtsmarktaktion der FDP Friedrichsdorf
Antwort auf die Kritik der FWG an der Initiative frühkindliche Bildung (siehe auch den Artikel in der Taunuszeitung vom 6.12.2016)
Gemeinsame Pressemittelung der Fraktionen von CDU und FDP zum Haushalt 2017, siehe dazu auch den Artikel in der Taunuszeitung vom 19.11.2016
"FDP macht sich für ein echtes Stadtzentrum stark", Taunuszeitung vom 8.11.2016