FDP-Mitglieder geben grünes Licht für Koalition

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Im entspannten Rahmen der Heimatmuseumsklause   wurde lange und mit viel Herzblut diskutiert; am Ende gaben die FDP-Mitglieder grünes Licht für eine Koalition mit CDU und FWG im künftigen Stadtparlament.  Grundlage der Entscheidung war das gemeinsame Zukunftsverständnis: eine generationengerechte Haushaltspolitik, die Neuaufstellung der Wirtschaftsförderung, die zügige Umsetzung wichtiger Projekte der Stadtentwicklung, mehr Effizienz in der Verwaltung und eine stärkere Einbindung aller Stadtteile sollen künftig im Fokus der Politik stehen. Dabei soll eine weitere Belastung der Bürgerinnen und Bürger durch Steuer- und Gebührenerhöhungen möglichst vermieden werden.

„Diese Vereinbarung ist ein Aufbruchsignal für Friedrichsdorf.“, erklärte Jochen Kilp, Fraktionsvorsitzender und Leiter des Verhandlungsteams der Liberalen. „Wir haben in den Verhandlungen gemeinsam festgehalten, dass unsere wichtigen Anliegen endlich systematisch angegangen werden – von einer modernen, serviceorientierten Verwaltung bis hin zu lebendigen Stadtteilen, die alle gleichermaßen von Wachstum und Entwicklung profitieren sollen.“ Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verwaltung sollten dabei nicht getrennt, sondern als zusammenhängende Zukunftsaufgabe gedacht werden. „Wir setzen auf Zusammenarbeit, Erneuerung und vor allem auf konkrete Ergebnisse für alle Menschen in unserer Stadt.“, so Kilp.

Zuvor hatte das Verhandlungsteam ausführlich von den Gesprächen mit den potentiellen Partnern berichtet.  „Die Verhandlungen gestalteten sich teilweise anspruchsvoll; letztlich führten inhaltliche Übereinstimmung und gegenseitiger Respekt zu einem erfolgreichen Ergebnis.“, beschrieb Fabian Höhn, Vorsitzender des FDP-Ortsverbands Friedrichsdorf die Gespräche. „Diese Koalitionsvereinbarung trägt unsere Handschrift – und sie ist eine Chance, die Zukunft unserer Stadt mitzugestalten.“, warb er um die Zustimmung der Mitglieder.

Höhn und Kilp gingen in der folgenden Diskussion auch ausführlich auf die von der Koalition geplante Einsetzung eines hauptamtlichen Ersten Stadtrats ein. Der hauptamtliche Erste Stadtrat könne sich trotz Sparsamkeitsgebots, für das nicht zuletzt die FDP stehe, rechnen, wenn er nicht als Zusatzkostenstelle, sondern als Steuerungs- und Entlastungsfunktion gesehen werde. „Er bringt mehr Führungskapazität in eine Verwaltung, die parallel Projekte umsetzen, sparen und bürgerfreundlich agieren muss.“, so Kilp. Hier sieht die FDP dringenden Handlungsbedarf, denn gerade in Zeiten knapper Kassen komme es darauf an, mit klarer Führung, besserer Koordination und weniger Reibungsverlusten mehr Wirkung für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und alle Stadtteile zu erzielen. „So wird aus der Stelle keine zusätzliche Belastung, sondern eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.“

Nach ausführlichen Debatten kristallisierte sich am Ende die gemeinsame Überzeugung der Liberalen heraus, dass die Zusammenarbeit mit den Koalitionspartnern, wie sie in der Koalitionsvereinbarung geplant ist, die besten Voraussetzungen dafür bietet, drängende Aufgaben mit klaren Prioritäten und neuer Energie zu bewältigen. Die Versammlung folgte dem Vorschlag des Verhandlungsteams und befürwortete die Koalition.

Aufbruch nach erfolgreicher Wahl: FDP-Fraktion neu aufgestellt

Ebenfalls in der Klause des Heimatmuseums hat sich die FDP-Fraktion nach der Kommunalwahl neu konstituiert. Einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde der Fraktionsvorsitzende Jochen Kilp, der sich über das starke Wahlergebnis freute. Die Liberalen haben wie in der Vergangenheit 4 Sitze im Stadtparlament und konnten in den Ortsbeiräten einen Sitz hinzugewinnen. „Dieses Ergebnis ist eine Anerkennung unserer guten und konsequenten Arbeit vor Ort und gibt uns Rückenwind für die kommenden Jahre“, so Kilp. Vertreter im Stadtparlament werden wie bisher Jochen Kilp und Guido Barthels sein. Mit Fabian Höhn, gleichzeitig Vorsitzender des FDP-Ortsverbands, und Johanna Wien ziehen zwei neue Mitglieder ins Parlament ein. „Eine gesunde Mischung aus Jugend und Erfahrung.“, freut sich Kilp. Evelyn Haindl-Mehlhorn wird wie in der letzten Wahlperiode für die Liberalen im Magistrat mitarbeiten, in den kommenden fünf Jahren soll sie dabei von Dr. Udo Jung als weiterem Stadtrat unterstützt werden. Dr. Mark Beinker, der bisher für die Liberalen im Stadtparlament saß, wird die Fraktion in verschieden Gremien unterstützen. Ruth Hübner-Gerling, die mehr als 20 Jahre die FDP im Parlament und im Jungend- und Sozialausschuss vertrat und sich dabei zahlreiche Verdienste erwarb, ist auf eigenen Wunsch aus der aktiven Politik ausgeschieden. Sie wird die Fraktionsarbeit künftig „von außen“ begleiten. Fraktion und Ortsverband bedankten sich herzlich für ihr großes Engagement im Dienste der Friedrichsdorfer Bürgerinnen und Bürger.

Kilp stimmte die Fraktion auf die nun anstehenden Aufgaben ein, darunter vor allem die zügige Umsetzung der Koalitionsvereinbarung und die Vertretung der Bürgerinteressen in Parlament und Ortsbeiräten.

Friedrichsdorf, 14.04.2026

V.i.S.d.P.: Evelyn Haindl-Mehlhorn

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